Test: Rucksack Bravo 3.0 BLCKCHRM von Chrome Industries – der perfekte Rucksack für Fahrradpendler?

Als Fahrradpendler braucht man ein Transportgefäß. Der Klassiker ist natürlich die gute alte Fahrradtasche für den Gepäckträger. Als Alternative kommt ein Rucksack zum Radfahren infrage. Ob Fahrradtasche oder Rucksack ist sehr individuell.

Ich pendle jeden Tag 16 km ins Büro und wieder zurück. Egal bei welchem Wetter. Ich nutze beides regelmäßig. Wer bei Wind und Wetter mit dem Rad zur Arbeit fährt hat allerdings einen gewissen Anspruch an einen Rucksack für Fahrradpendler.  In den letzten Wochen konnte ich den Rucksack Bravo 3.0 BLCKCHRM von Chrome Industries testen.

Bild: Chrome

HINWEIS:

Chrome Industries hat mir den Bravo 3.0 kostenlos für einen Produkttest zur Verfügung gestellt. Jede Bewertung, jedes Urteil spiegelt einzig meine Meinung und resultiert aus meinem Erleben und Benutzen der Produkte. Es sind also Tatsachenberichte, ihre Subjektivität ist gewollt und ein Qualitätsmerkmal. Die kostenlose Bereitstellung des Produkts hat keinen Einfluss auf mein Urteil.

1-Erster Eindruck des Bravo 3.0 BLCKCHRM von Chrome Industries – Ist das der perfekte Rucksack für Fahrradpendler?

Der erste Eindruck ist immer wichtig. Das Design gefällt mir schon mal recht gut. Chrome beschreibt sich selber als pur, cool und trendig. Ich denke, das trifft das Design auch recht gut. Das Material und die Verarbeitung wirken sehr wertig. Alles ist sehr sauber genäht und man sieht auch direkt, dass robuste und langlebige Materialien verwendet wurden. Das Gewicht von 1,2 kg fühlt sich relativ leicht an.

Auffällig: Das Hauptfach des Rucksacks ist deutlich kleiner und schmaler als ich es mir vorgestellt hatte. Dass dies nicht nachteilig ist, erläutere ich später.

2-Material und Verarbeitung

Klassisches Segeltuch zählte schon vor vielen Jahrzehnten zu einem bevorzugten Material für Rucksäcke. Mittlerweile werden für die Segelherstellung Hightech-Materialien aus Kunstfasern verwendet. Chrome hat dies für die Bag „Bravo“ aufgegriffen und beschreibt das Material als innovatives, hochtechnisches BLCKCHRM 22X-Nylongewebe.

Die Tropfen perlen ab.

Ich kann keinen Labortest machen, aber auf mich wirkt das Material leicht. Es ist bisher auf jeden Fall wasserabweisend und sogar wasserdicht. Tropfen perlen tatsächlich meist einfach ab. Eine Art Lotuseffekt. Auch Hamburger Dauerregen konnten auf meiner 40-minütigen Fahrt mit dem Rad zur Arbeit das Material nicht durchdringen.

Man sieht, dass ein Gewebe wie eine Art Gitternetz eingearbeitet wurde. Dies soll sehr reißfest sein. Tatsächlich bin ich einmal am Rosenstrauch vorbeigeschrammt. Das Material hat darunter nicht gelitten. Sicherlich kein Härtetest, aber andere Taschen hätten hier sicherlich Spuren davon getragen.

Mit dem wohlklingenden Namen „Cordura-TPX-Laminats“ wird verlässliche Wetterbeständigkeit versprochen. Spannend wird es, wenn der Rucksack exzessiv die Sonne sieht, aber bisher glaube ich diese Aussage des Herstellers. Der Rucksack wird von mir aber das Jahr weiter getestet. Im Sommer folgt das Update.

3-Optik und Sicherheit

Optisch macht der Rucksack was her. Die Träger wurden dazu mit einem Leuchtstreifen versehen. Dieses ist im ersten Moment kaum erkennbar und entfaltet sich erst, wenn Licht darauf fällt. Man hat also nicht das Gefühl als Leuchtkugel durch die Gegend zu laufen. Sehr viel wichtiger wäre allerdings ein Reflektorstreifen auf der Rückseite des Rucksacks. Dort ist alles schwarz. Dezente Leuchtstreifen hätte man hier einbauen können.  

4-Tragegefühl

Bild: Chrome

Der Rucksack trägt sich angenehm. Man merkt, dass Chrome seinen Ursprung bei den Fahrradkurieren hat. Der Rucksack sitzt sehr kompakt am Rücken und recht weit oben. Dies sorgt für einen angenehmen Schwerpunkt beim Radfahren. Durch den Brustgurt sitzt der Rucksack fest und wackelt kaum, selbst wenn man im Wiegentritt richtig in Bewegung kommt. Das Polster sorgt auch bei Gewicht im Rucksack für ein gutes Tragegefühl.

Bisher habe ich den Rucksack nur im Winter getestet. Spannend wird es noch, wenn im Sommer das Update folgt. Hier werde ich mich dann auch zum Schwitzen am Rücken äußern können.

5-Funktionalität

Wie schon geschrieben war ich erst etwas überrascht von dem doch recht kleinen Hauptfach. Was im ersten Moment nicht auffällt ist das unscheinbare zweite Fach in der Front. Dieses hat eine Stretchfunktion und offenbart sehr viel mehr Stauraum als vermutet. In diesem zweiten  Fach ist auch der Platz für einen 15“ Laptop/Tablet.

Fronttasche vom Bravo 3.0

Hier bin ich wirklich begeistert. Alle meine bisherigen Taschen haben das Laptopfach im hinteren Bereich. Also nah am Rücken. Der Nachteil dabei ist, dass bei einer vollen Tasche das Notebook kaum wieder reinpasst und auch großem Druck ausgesetzt sein kann. Ich habe mir so schon mal ein Laptop zerstört. Dies ist bei dem Bravo anders. Das Notebook passt immer gut rein und ist kaum Druck ausgesetzt.

Die Fronttasche ist noch mehrfach unterteilet und hat auch noch ein Reßsverschlussfach für Wertsachen oder Kleinkram

Einen Nachteil gibt es auch hier. Die Fronttasche ist nur mit einem Klettverschluss gesichert und somit leicht zugänglich für Taschendiebe.

Es passen gut zwei große Ordner in das Hauptfach

Das Hauptfach eignet sich perfekt z.B. für Akten, Uni-Sachen oder Schulzeug. Die Abmessungen sind recht schmal. Das kann man verschmerzen, da die Fronttasche einiges an Platz bietet. Außerdem sorgt das schmale Hauptfach und das robuste Material für eine gewisse formtreue des Bravo. Man kann das Hauptfach leer lassen und nur die Frontasche vollpacken und der Rucksack fällt trotzdem nicht in sich zusammen.

Bild: Chrome

Sehr praktisch ist auch die Innentasche im Hauptfach. Diese kann einfach herausgenommen werden und z.B. als Einkaufstasche verwendet werden.

Dann gibt es natürlich noch ein paar sehr schöne Ergänzungen. Praktisch sind die beiden Außenfächer z.B. für Trinkflaschen. Getränke müssen also nicht ins Hauptfach. Außerdem hat der Rucksack in der Front Gummizüge die z.B. für den Fahrradhelm verwendet werden können. Eine Jacke oder sperrige Besorgungen kann man hier aucht gut festmachen.

6-Fazit

In der Praxis hat der Rucksack von Chrome sich bei mir definitiv bewährt. Er trägt sich angenehm beim Radfahren und hält bisher jedem Wetter stand. Das Platzangebot reicht als Daypack allemal und geht sogar darüber hinaus.

Den Rucksack von Chrome könnt ihr z.B. bei ROSE* für ca. 200 € kaufen. Sicherlich ein stolzer Preis, aber hier gibt es sehr hochwertiges Material und eine top Verarbeitung. Chrome gewährt seinen Kunden eine lebenslange Garantie. Dies sagt schon einiges aus.

Im Vergleich zu vielen anderen Rucksäcken sieht der Bravo top aus und braucht keinen zusätzlichen Regenschutz. Das Material ist wasserdicht und trotzdem angenehm anzufassen. Ich möchte den Rucksack nicht mehr missen. Ein klar Kauf-Tipp.

Hier noch ein paar Eckdaten direkt vom Chrome zum Bravo 3.0:

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Wie beispielsweise die wasserdicht getapte, komplett herausnehmbare Innentasche, die sich als eigenständige Tragetasche verwenden lässt.

Unter dem markanten, gekreuzten Gurtsystem, das sich vielfach verstellen, ganz fix komprimieren, erweitern oder komplett entfernen lässt,

befindet sich ein mit Klettverschlussklappe gesichertes, gepolstertes 15-Zoll-Laptopfach mit zahlreichen Organizerfächern. Es ist ebenso mühelos und schnell zu erreichen wie das unter der Klappe liegende kleine RV-Fach für die sichere Aufbewahrung von Smartphone, Schlüssel & Co oder

die beiden seitlichen RV-Taschen am Rücken.

Neu konstruiert sind die beiden Seitentaschen (jetzt mit Stretcheinsatz für die Aufnahme von großen Wasserflaschen), die ergonomischen Schultergurte und das gepolsterte Rückenpanel mit prägnanter Stollenoptik für mehr Ventilation. Damit beim Fahrradfahren nichts verrutscht, wurde ein Brustgurt angebracht, der mittels eines smarten Schiebemechanismus höhenverstellbar ist.

Maße: 33,5 (B) x 49,5 (H) x 17 (T) cm

Volumen: 40 Liter

Gewicht: 1.200 Gramm

Farbe: Black

UVP: 200 Euro

Mehr Infos zu Chrome, seinen Produkten und seinem Lifestyle gibt’s unter www.chromeindustries.com

www.chromeindustries.com

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