Fahrradwerkzeug – Was ist sinnvoll? – Teil 1 – Günstige und praktische Helfer

Wer viel mit dem Fahrrad fährt wird irgendwann auch mal selber Hand anlegen. Vieles ist nicht so schwer wie man denkt und Do-It-Yourself spart bares Geld. Stellt sich die Frage: Fahrradwerkzeug – Was braucht man wirklich? Ich als Fahrradpendler, der mehrere tausend Kilometer im Jahr fährt, mache inzwischen an meinen Rädern nahezu alles selber. Ohne die passenden Werkzeuge geht das nicht.

Heute möchte ich Euch ein paar kleine und preiswerte Helfer vorstellen, die mir den Alltag erleichtern. Viel Spaß!

Hinweis:

Alle hier vorgestellten „Helfer“ habe ich selber käuflich erworben und in der Praxis getestet. Jede Bewertung, jedes Urteil spiegelt einzig meine Meinung und resultiert aus meinem Erleben und Benutzen der Produkte. Es sind also Tatsachenberichte, ihre Subjektivität ist gewollt und ein Qualitätsmerkmal.

Reifenheber – Welcher ist der Beste?

Reifenheber der funktioniert – und wie man sieht schon gebraucht wurde

Einen platten Reifen hatten vermutlich die meisten schon mal. Treffen kann es jeden, egal ob man 10 oder 10.000 km in Jahr fährt. Wer auf den richtigen Reifendruck achtet minimiert das Risiko. Auch Reifen mit zusätzlicher Pannensicherheit sorgen für weniger Pannen. Aber es gibt keinen absoluten Schutz. Daher sollte jeder in der Lage sein einen Schlauch zu wechseln. Dies geht am besten mit einem guten Reifenheber.

Ich habe im Laufe der Jahre viele Reifenheber ausprobiert und mich auch sehr oft geärgert. Entweder sie brechen schnell, beschädigen die Felge oder sind einfach zu dick. Dann kommt man gar nicht unter den Reifen. Die besten Erfahrungen habe ich bisher mit dem einfachen Modell von Decathlon* gemacht. Für knapp 3 € bekommt man drei Reifenheber die nach meiner Erfahrung stabil, felgenschonend und praktikabel sind. Ich finde sogar, dass dieses billige Modell besser ist, als viele deutlich teurere Modelle. Hier der Link zum Reifenheber*.

Kettenschlosszange – Braucht man die wirklich?

Die Kettenschlosszange ist eins der letzten Fahrradwerkzeuge die ich mir zugelegt habe. Ein Kettenschloss bekommt man auch mit normalen Werkzeug zu. Ganz ohne Kraftanstrengung geht dies nicht. Als ich dann beim verschließen des Kettenschloss mit einer normalen Zange abgerutscht bin und mich selber verletzt (aua…) habe, habe ich mich entschlossen auch hier das passende Fahrradwerkzeug zu kaufen. Für gerade mal 5 € habe ich mir die Birzman Link Plier* gekauft. Fazit: Leider geil. Nahezu ohne Kraftanstrengung lässt sich damit das Kettenschloss verschließen. Hier der Link zur Kettenschlosszange*.

Nippelspanner – Nein, nicht die Nippel….

Nippelspanner

Wer jetzt eher an Christian Grey, als an ein Fahrradwerkzeug denkt braucht keine Schamesröte im Gesicht zu bekommen. Tatsächlich gibt es den Nippelspanner in der Fahrradwerkstatt. Dieser Helfer macht genau das was sein Name vermuten lässt; er spannt Nippel und zwar die Speichennippel. Die richtige Speichenspannung und ein perfekt zentriertes Laufrad ist sicherlich die Königsdisziplin in der Fahrradwerkstatt. Dies sollte man nicht selber machen, wenn man sich unsicher ist. Dennoch kann man einen Nippelspanner immer gut gebrauchen. Speichen können sich lösen und führen dann eventuell zum Speichenbruch. Wer dies bemerkt kann mit dem Nippelspanner zumindest notdürftig die Spannung wieder erhöhen, damit eine Weiterfahrt möglich ist.

Auch wenn man einen leichten Schalg festellt kann man diese mit dem Nippelspanner provisorisch reduzieren. Auch hier gilt die alte Regel: Nach fest kommt ab. Es ist Vorsicht geboten. Wenn etwas mit der Speichenspannung nicht stimmt und ihr euch unsicher seid bzw. nicht selber zentrieren könnt oder wollt, dann schnellstmöglich vom Profi das Laufrad neu zentrieren lassen. Ansonsten besteht eine Unfallgefahr und/oder das Risiko das ganze Laufrad zu ruinieren.

Ich habe gute Erfahrungen mit dem Spokey Nippelspanner von Rixen und Kaul* gemacht. Für 4 € gibt es ein praktisches Werkzeug. Hier der Link zum Nippelspanner*.

Bowdenzugzange / Schneider – Dieses Werkzeug braucht man!

Bowdenzüge hat nahezu jedes Fahrrad. Einen Zug zu wechseln ist kein Hexenwerk. Wer dann allerdings versucht den Bowdzenzug mit einem Kabelschneider oder Ähnlichen zu kürzen, der wir schnell ein ausfranzendes Ende (siehe unten) haben. Diese Fäden können sich bei durchziehen in der Hülle des Zugs verfangen oder am Ende sich aufdrehen und damit gleich einen neuen Defekt erzeugen. Ein spezieller Bowdenzugschneider ist hier sehr hilfreich. Ich habe mir ein Modell von Brizmann (Birzman Cable Cutter *) gekauft und bin sehr zufrieden. Fazit: Definitiv eins der Werkzeuge bei dem sich der Kauf gelohnt hat. Eine so glatte Schnittkante schafft man sonst nicht und dies erleichtert den Zugwechsel immens. Hier der Link zum Bowdenzugschneider*.

sorgt für saubere Schnittkanten
Bowdenzug dreht sich auf

Kettenhalter – Die dritte Hand

Auf den Kettenhalter kann man sicherlich gut verzichten. Mit einer dritten Hand, einem Kapelbinder, Faden oder sonst etwas kann man auch die Kettenenden zusammenführen, damit man das Kettenschloss verschließen kann. Aber für knapp 4 € habe ich mir mal einen Kettenhalter von Brizman* gekauft. Fazit: Braucht man nicht unbedingt, aber für das Geld einfach praktisch. Hier der Link zum Kettenhalter*.

Was sind eure praktsichen Helfer/ Fahrradwerkzeug? Hinterlasst gerne einen Tipp in den Kommentaren.

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